DAS KOERPERLICHE

Das Körperliche ist die Liebe zum Leben. Das Körperliche ermöglicht das Da-Sein. Durch die Körperheit selbst kann man sich als Mensch erfahren. Doch das Hadern mit dem Körper bedeutet hadern mit dem Mensch-Sein. Dadurch verpasst man die wunderbare Gelegenheit, einfach da zu sein und sich selbst als Alles zu erfahren. Das Ablehnen des Körpers bedeutet das Ablehnen des Lebens.


Jeden Tag erschafft man durch Freuden und Ängste sein Leben und ist sich doch nicht bewusst, welche Kraft in den Gedanken liegt.



Das Erschaffen von Leben begrenzt sich nicht nur auf das Physische. Nein. Das Erschaffen von Leben erweitert sich auf jede Sekunde des Denkens. Man kann es sich so vorstellen, dass jeder Gedanke registriert und aufbewahrt wird. Die Gedanken sind die individuelle Wahrheit und mögen sie noch so weit entfernt sein von der absoluten Wahrheit, so sind sie doch der Stoff aus dem das persönliche Leben gewebt wird. Visualisiert man seine Wünsche, erfüllen sie sich im Tun und im Sein.


Jeder Gedanke ist ein Faden, der durch seine Registrierung gespeichert wird. Jeder Gedanke hat spezielle Muster und Farben in sich gespeichert, wie ein DNA-Strang. Ein DNA-Strang ist mit dem Auge nicht sichtbar und birgt doch das Leben der Körperlichkeit, wie auch der Geistigkeit in euch. Der DNA-Strang ist nicht präsent und doch grundlegend für das Da-Sein als Mensch. So ist es mit den Gedankenfäden. Am Webstuhl des Lebens laufen all die Gedankenfäden zusammen und der Mensch betätigt den Webstuhl. Manchmal weigert man sich und es kommt zum Stillstand, bis man wieder bereit ist, ihn zu betätigen und Neues zu erspinnen.


Man spinnt also sein Leben mit den Fäden der Gedanken. Die Freiheit liegt nun in der Auswahl der Gedanken, die diese Fäden bestimmen. Sie kommen am Ende beim Webstuhl des Lebens zusammen und werden in ein individuelles Muster gewebt, das man sich selbst erschuf. Dieses Muster kann hell sein oder dunkel, symmetrisch oder chaotisch. Dies hat man im Vorfeld bewusst oder unbewusst durch seine Gedanken gewählt.


Nun ist man oft überrascht, welch Muster die eigenen Gedanken ergeben und man hadert mit dem eigenen Leben, das man sich selbst ersponnen hat. Darum sollte man die Fäden, die Gedanken, die man an seinem Webstuhl des Lebens trifft, gut auswählen und auch damit zufrieden sein. Man hat es in der Hand. Die eigene Hand ist die Hand des Lebens, die einem das Leben spinnt.

Fäden kann man auch korrigieren, bevor sie gewebt werden. Durch ein

STOP ICH KORRIGIERE

brechen diese ab und finden nicht mehr den Weg zum Webstuhl.


Oft werden Muster lange im Vorhinein gewebt und vervollkommnen ihre Wirklichkeit im jetzigen Augenblick. Man kann sich dies als Stapel voll von Fleckerlteppichen vorstellen. Jeder hat ein Muster. Sie alle sind verbunden. Sieht man nun ein Muster, dass einem nicht gefällt, so schneidet man es ab und trennt es auf, um somit das zu vermeiden, was man nicht will.


Das Leben soll freudvoll sein und Spaß machen.

Daher gilt es, alle störenden Gedanken zu erkennen, aufzulösen und sich Neues, Positives zu erspinnen, um somit sein Leben bestmöglich zu gestalten und zu leben.

Der Keim des Lebens entspringt in den Gedanken.








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