ZUR LIEBE

Die Liebe ist ein seltsames Spiel...so singt man. Doch wahrlich ist sie nichts anderes als ein Sich-Einlassen auf den Moment des Lebens, der jetzt da ist.


Man klassifiziert die Liebe in brüderliche Liebe, geschwisterliche Liebe, romantische Liebe, elterliche Liebe, Nächstenliebe, Nicht-Liebe und weiß am Ende doch nicht, was Liebe ist.


Liebe ist die einzige Gesetzmäßigkeit, die es gibt, die unwiderbringlich, unformbar ist, weil sie ist. Alle anderen Gesetzmäßigkeiten des Universums entspringen der Urgesetzmäßigkeit der Liebe, die alles ist. Eine Separierung von Liebe in Formen ist menschengemacht und bezeugt die Nicht-Einsicht in die Ureigenschaft der Liebe, die überall ist.


Das Erkennen wäre der erste Schritt, doch man ist oft weit davon entfernt, da man verhaftet ist in alten Denkmustern der Nicht-Liebe, die die Klassifizierung der Urenergie des Lebens mit sich bringt. Jede Form von Liebe ist ein Haarspalt der Wahrheit und unfähig Liebe als Ganzes, als Gesamtes zu repräsentieren.


Es gilt also zuallererst zu erkennen, dass die Klassifizierung von Liebe ungenügend ist, da sie lediglich einen Teil der Wahrheit darstellt.


Die Liebe ist die Wahrheit. Die Liebe ist die Essenz allen Seins.

Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass nichts anderes existiert außer der Liebe. Es bedeutet, dass alles Liebe ist. Es bedeutet, dass alles aus der Liebe geboren wird und in die Liebe eingeht und es bedeutet, dass alles sich in ihr findet.


Um sich auch zu finden und sich selbst zu leben, sollte man zurückgehen zur urgeistigen Wahrheit dieser einen Liebe, die alles ist und sich darin erkennen.


Erst im Sich-darin-Erkennen erlangt man die Freiheit sich als das, was man ist, die Liebe, in seinem innersten Wesen, zu sehen und zu erkennen.


Wie kann Krieg Liebe sein, wenn alles Liebe ist? Wie kann Hunger, Leid und Not Liebe sein? Und doch ist auch das eine Ausdrucksform der Liebe, die sich in allem zu erkennen sucht. Auch in der Nicht-Liebe. Daher muss die Nicht-Liebe und Ausdrucksformen der Nicht-Liebe existieren, um die Liebe in Allem, in der Liebe, wie in der Nicht-Liebe, erlebbar, erfahrbar zu machen. Alles ist Liebe. Doch um dies zu erkennen, benötigt man die Polarität. Daher ist die Nicht-Liebe der Wegbereiter zum Erkennen der Liebe, die alles ist.


Auch ist es unumgänglich, den Weg des Innen, den Weg der Erkenntnis zu beschreiten, um sich selbst als die Liebe, die jedem innewohnt, zu erkennen.


Punkt 1 - Sich als die Liebe wahrhaftig erkennen

Punkt 2 - Danach zu leben und sein Leben danach auszurichten


Erkennt man sich als die Liebe, als alles was ist, erkennt man sein eigenes Schöpferpotential, das einem innewohnt. Dies zu leben und sich der eigenen Verantwortung für das eigene Leben und Wirken bewusst zu sein ist gelebte, verinnerlichte Liebe, wenn man danach sein Leben ausrichtet.


Nur im Erkennen der Verantwortung für all sein Tun, Denken und Sein liegt die Befreiung aus der Nicht-Liebe hin zur Liebe.



Daraus entsteht die Freiheit von Schuld und Abhängigkeit und in der Freiheit findet sich die Liebe.


Die Liebe zu suchen ist bedeutungslos, solange man im Außen sucht. Nur im Innen lässt sich die Liebe finden und diese Liebe vermag einem den Weg zu leuchten zur innewohnenden Wahrheit und den universellen Wahrheiten des Seins. Hat man die innere Liebe gefunden, so trägt sich diese automatisch nach außen, da das Außen das Spiegelbild des Innen darstellt.


Im Sein zu sein bedeutet, in der eigenen Liebe, die man ist, sich zu befinden, ohne sich aufzugeben, abhängig zu machen und zu lieben, um geliebt zu werden.


Die Liebe ist somit eine bedingungslose und reine Liebe, die der Natur der Wahrheit entspringt und die verinnerlicht ist.


Ist man erst die Liebe geworden, die in einem schlummert, so ist man ein mit dem eigenen inneren Sein und somit in der Freiheit des Innersten angekommen.


Aus diesem Reichtum im Innen entstehen fruchtbare Beziehungen, neue Gemeinschaften, neue Begegnungen, die das Herz bereichern und das Sein nähren, so wie die Liebe täglich tränkt und die Nahrung spendet, die Leben heißt.