ÜBER DIE ZUFRIEDENHEIT I

Zufriedenheit entsteht aus einem Gefühl tiefer Verbundenheit mit dem Leben.

Wer sich zufrieden fühlt, lebt sein Leben, fühlt sich eins mit seinem Leben und geht förmlich auf in diesem Gefühl der Dankbarkeit für das Leben.

Zufriedenheit erwächst somit aus tiefer Verbundenheit mit dem Leben.

Was geschieht nun, wenn diese Verbundenheit nicht gegeben ist?

Kein Baum der Zufriedenheit gedeiht in einem, der einen ernähren kann.

Keine Frucht der Zufriedenheit kann den Hunger und das Verlangen stillen.

Man ist leer und nichts kann einen erfüllen, wenn man sich getrennt von seinem Leben betrachtet.

Nur die Einsseiung, die Eins-Werdung mit dem Leben ist die Erfüllung nach der man lechzt.

Nun gut, wie geht dies vonstatten?

Wie ist die Eins-Werdung mit dem Leben zu erreichen?

Der erste Schritt ist die Aufgabe der Ablehnung des Lebens.

Man muss aufhören sich gegen sein Leben zu wehren.

Das Zur-Wehr-Setzen hat zur Folge, dass sich der Prozess der Annahme verlängert und die Zufriedenheit ausschließt.

Zufriedenheit entsteht durch Annahme des Lebens, sie entsteht aus der Beendigung der Abwehr des Lebens, den Schlussstrich setzen unter dem Lebenskampf.

Man sollte nicht kämpfen.

Glücklich und zufrieden zu sein mit der gegebenen Lebenssituation ist erforderlich.

Glück und Zufriedenheit gehen Hand in Hand.

Glück ist, das Leben so anzunehmen, wie es ist.

Denn die daraus gewonnene Zufriedenheit vermag einen zu erfüllen und man beginnt zu leben.